2021-09-04 RadErFahrung Hohe Rhön und Schwarzes Moor

wüstensachsen – heidelstein – thüringer hütte – hochrhönradweg monuntainbike – schwarzes moor – birx – seiferts – wüstensachsen: 33km – 650 höhennmeter

heute also wieder aufs rad – ohne gepäck. die ersten 7 km geht es stetig aber fahrbar hoch, nur der teilweise grobe schotter ist mühsam – trotz „finder“ mit breiten weichen reifen. aber der weitblick über die weiden bis in die ferne, oben auf der langen rhön, ist super. wir radeln ein stück auf der hochrhönstrasse, gewöhnungsbedürftig ist es schon, wenn 15 mototrräder hintereinander an dir vorbeibrausen… wir düsen zur thüringerhütte runter und an ihr vorbei – diese park-rastplätze sind speziell: rummelig autolastig schräg – besonders wenn wir von einsamen wegen im wald kommen…

auf dem hochrhönradweg für mountainbiker, aber immer auf forstwegen, geht es durch den wald auf und ab, wir treffen nur wenige wanderer, keine radler. wie gestern plätschern, gurgeln und gluckern überall kleine und grosse bäche. wir durchqueren eine furt des eisgraben lieber über das kleine holzbrett als durch die riesenpfütze von furt, deren tiefe wir nicht einschätzen können. der eiegraben ist ein kalter bach, der vom moor herunter kommt und in der schneeschmelze reissend tief ist. der eisgraben ist aber auch eine tiefe schlucht mit einer höhle, frauenhöhle genannt, da der sage nach das burgfräulein beim überfall sich samt dem immensen burgschatz dorthin rettete – was aber wohl nicht gelang. bis heute ist der schatz verschollen. und das burgfräulein mit ihren zofen erscheint alle sieben jahre und singt wundersam schön von ihrem schicksal. – wir klettern aber nicht zu der höhle runter….

nochmal feste auf die hohe rhön gestrampelt – und wir sind am schwarzen moor, legen uns trotz rummel in zwei liegestühle und essen wurst/ currywurst. die räder schliessen wir eine der bereitstehenden radgaragen ein, die vorbildlich für radler mit gepäck konzipiert sind. dann wandern wir den lehrpfad schwarzes moor über 2,7 km lange bohlenwege. durch moor- und karpatenbirken, weite heidekraut- und rauschbeeren-ebene, an kleinen moorlöchern mit sonnentau und allerlei moosen und flechten vorbei. es ist wunderschön, nicht überfüllt, wir lesen in ruhe die tafeln zu entstehung, pflanzen und geschichte des moors.

ein paar hundert meter hinter dem parkplatz findet sich eine kleine grenzgedenkstätte mit einem wachtturm und einem stück grenzzaun. immer wieder unvorstellbar, dass das lange zeit unsere realität war. andreas erinnert sich, dass er als bub mit seinem opa otto von hofgeismar aus zu einem turm gefahren ist, von dem aus man in die ddr „gucken“ konnte. wo genau das war, weiss er natürlich nicht mehr.

dann die steile schnelle lange abfahrt von birx nach seifert. beim honigmann an der strasse (eva macht natürlich unvermutet ne vollbremsung) probieren wir honigsorten und nehmen ein glas begehrten thymianhonig mit. noch schnell ins kneippbecken gesprungen, auf dem ulsterradweg nochmal heftig hoch und runter – bis wüstensachsen.

räumen, duschen. essen gehen, wieder in „lisas welt“ – balkanküche würzig und bodenständig lecker – können wir nur empfehlen!

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