wer kann was am besten?

so viele länder, so viele kompetenzen. hier unser persönliches ranking, wer was am besten kann:

die engländer können am besten full english breakfast und grüssen.

die schotten können natürlich am besten – whisky, und urige hotels.

die norweger können am besten fisch, karamellisierten ziegenkäse, felsen und schären.

die schweden können am besten midsommar feiern mit rundtänzen und barbeldlos zahlen mit kartem handy, app.

die dänen können am besten meer, wellen, dünenstrand und leberpastete (leverpostej).

die deutschen können mit abstand am allerbeten brot und knusprige brötchen – und die schwaben laugengebäck. die ostfriesen können am besten tee mit zeremonie.

die niederländer können am besten radwege, radgaragen und alles was dazugehört. ausserdem pfannkuchen und poffertjes – und natürlich käse.

die belgier können am besten bier, frittur (alles mögliche und unmögliche frittieren), schokolade und bausünden.

und hier drunter folgen noch zwei interessante beiträge!

zu den zahlen: statistik

8.4. bis 25.9.16 statistik einer rad-er-fahrung*

170 tage waren wir unterwegs, davon 116 radeltage und 54 pausentage. also 2/3 fahrtage und 1/3 urlaubstage.

in dieser zeit sind wir eine strecke von 7037 kilometer gefahren. die kürzeste radelstrecke waren 13 kilometer, die längste 100 kilometer. im schnitt waren es also gut 60 kilometer am tag. nicht mitgerechnet sind die vielen kleinen strecken und manchmal auch grösseren ausflüge an den pausentagen. die haben air nicht gezählt. wir überschlagen, dass da locker nochmal 600 bis 800 kilomster dazukommen.

wir hatten 101 schönwettertage und 69 tage mit regen und/oder starkem wind, wolken, nebel, schnee (4 tage)…

wir haben 98 mal im zelt genächtigt, 15 mal in einer campinghütte oder shelter und 56 mal im hotel, b&b, jugendherberge oder ferienwohnung. viel häufiger „drinnen“ als wir uns vorher dachten – der kälte im frühjahr geschuldet…

27 mal sind wir fähre gefahren, kurze fluss- und fjordüberquerungen oder lange fjord- und seefahrten (die über den atlantik auf die shetlands wollen wir nicht wiederholen). grachten- und hafenrundfahrten und co. nicht mitgezählt.

wir hatten 0 pannen. einen ketten- und ritzelwechsel. eine rücklichtreparatur. zwei mal bremsbackenwechsel. einen roloff-nabenbruch (der hätte nicht sein dürfen), der aber weitere 1200 kilometer gehalten hat….

und nun seid ihr dran: unser blog hatte 3.966 besucher und wurde 22.243 mal aufgerufen. über 19.000 der aufrufe waren natürlich aus deutschland. weiter aus grossbritannien, norwegen, der schweiz, dänemark, den niederlanden, den usa, kanada und sogar brasilien.

 

* keine gewähr für vollständigkeit, richtigkeit, irrtumsfreiheit…

3 – 2 – 1 – danke!

8.4. bis 25.9.16 ihr habt unsere rad-er-fahrung begleitet und unterstützt. dafür danken wir euch von herzen:

🙂 danke allen, die uns mit kommentaren ermuntert, tipps gegeben und begleitet haben! für reisesegen usw. – besonders für die aus böblingen!

🙂 danke, fritz und rolf, für eure blogtipps auf der northsea-cycle-route in gegenrichtung!

🙂 thank you, mary, for your good help, always giving us new courage. thank you for your blessings. god bless you for your way.

🙂 danke allen, die wir unterwegs getroffen haben und die uns willkommen geheissen und weiterholfen haben. danke besonders euch bär’s, die ihr keine mühe gescheut hbt, uns zu treffen!

🙂 danke michael für deine herzliche gastfreundschft und die schönen abende und guten gespräche in deinem haus, nicht zu vergessen die leckere norwegische bekochung!

🙂 danke marieluise und karl samt familie für eure gastfreundschaft und touristenführung auf pellworm. das war schöön.

🙂 danke marlene, dass sie evas handy gefunden und zurückgeschickt haben! wer erlebt schon sowas, heutzutage… wir eben…

🙂 danke, wolfgang und issi, fürs enge kontakthalten und manche erinnerung….

🙂 danke heiderose und steffi fürs die stange halten, wohnung hüten, päckchen entgegen nehmen usw. zuhause!

🙂 danke für alle spender und spenderinnen ans hospiz bietigheim. es sind mit stand vom 27.09. genau 3.692 euro zusammen gekommen, die wir nun auf 4000 euro aufrunden.

🙂 und last not least: DANKE, LIEBE KATHARINA, fürs stellung halten, für deine begleitung von mutter und tante. was würden wir ohne dich tun!!

 

heimat nach 7000 km

25.09.16 bad rappenau – bad wimpfen – heilbronn – besigheim – bietigheim-buch – 55 km

sehr seltsames gefühl, zu sagen: heute ist unser letzter tag. da ist freude aufs heimkommen. gleichzeitig der impuls, wieder umzudrehen oder einfach an bietigheim und dann böblingen vorbeizuradeln…. hmm. wir werden sehen, wie schnell der alltag zurückkommt.

kurz vor heilbronn knacken wir schnell noch die 7000 kilometer-marke, hurra!

gemütlich strampeln wir durch die lauffener weinberge, kehren noch in der gartenwirtschaft auf einen flammkuchen ein. und dann sitzen wir im cafe anker (wir sind um 13:30 uhr erste)… da kommen karl und marieluise, dann wolfgang und später noch stephan mit joscha – und am ende kommen noch saengers und röders vorbei. wie schön! hoch die prosecco-gläser!

irgendwann aber müssen wir aufbrechen zu den letzten kilometern und metern. und siehe da, vor der haustür warten heiderose und steffi mit sekt. sie haben uns sogar den kühlschrank gefüllt, gelüftet, alles vorbereitet. da wird das ankommen richtig leicht. der abend gilt dem in woma, dem besten restaurant im buch (die küche ist ja eingepackt).

ACHTUNG: in den nächsten tagen werden noch weitere blogbeiträge kommen – statistik, dank, spendenstand usw. !

salz und sole

24.09.16 gundelsheim – bad rappenau – 13 km

nach einem späten und guten frühstück beim  schokoladen-schell in gundelsheim radeln wir sage und schreibe 13 kilometer auf dem salz-und-sole-radweg das fünf-mühlen-tal hinauf nach bad rappenau, checken im adler ein und schwingen uns in die RappSoDie zum thermalbaden in magnesium-lithium-sole und zink-selen-sole. seeeehr gesund und wellnessig….  der abend ist dem französichen pastis und  wein gewidmet.

morgen mittag werden wir gegen 14 uhr in besigheim sein, im cafe anker (auf wunsch einer einzelnen hier nicht näher bezeichneten person). da kann man uns abholen für die letzten kilometer an der enz…. am pfarrhaus der friedenskirche im sand können wir dann nochmal klingeln….

wir freuen uns auch auf alle, die uns im buch vor der haustür begrüssen!

am neckar, am neckar…

23.09.16 heidelberg – gundelsheim – 77 km

… da isch a jedes gern… ja wirklich, ein altweibersommertag hier ist sehr lohnenswert. die äpfel hängen schwer an den ästen. die ersten herbstzeitlosen lugen aus dem gras. die burgen am vierburgeneck in neckargartach, in hirschhorn und neckarzimmern strahlen in der sonne. da radelt man sogar gern den berg hoch. ein wunderschöner tag. empfehlung an alle bietigheimer: wochenende am neckar lang, unbedingt! das einzige problem: zwischen heidelberg und hirschhorn hat man kaum gelegenheit, die schöne landschaft zu geniessen, denn jeden blick weg vom weg muss man büssen, mit schlaglöchern und ähnlichem… leckere bäckerei in pleutersbach. die baustelle hinter hassmersheim, wo sie uns weiträumig über den berg schicken wollen, nehmen wir mit leichtigkeit, trotz quergestelltem bagger: einmal schieben, langsam fahren, schon sind wir durch, es ist ja freitagnachmittag und wir haben schon ganz andere baustellen durchfahren… nettes gespräch mit einem hassmersheimer, der uns die leckere empfehlung für das weingut pavillon in gundelsheim gibt. dort beziehen wir auf dem campingplatz stellung: nochmal im zelt schlafen – wir werden es vermissen… gemütlicher bummel durch gundelsheim. zwiebelrostbraten.

für alle, die auf uns warten: wir kommen am sonntag in bietigheim an.  man und frau kann uns schon ab besigheim eskortieren. wir melden dann, wann wir dort sind und einen kaffee geniessen. etwa um die mittagszeit…

hier radel ich, ich kann nicht anders…

22.09.16 alsheim – worms – ludwigshafen – heidelberg – 68 km

… gott helfe mir, amen. wir haben in worms dem lutherdenkmal einen besuch abgestattet. hier hatte er seine „grosse stunde“ und sprach seine berühmten worte vor kaiser karl V., der sich nicht wirklich für ihn interessiert hat…. von hier aus ist er ins unfreiwillige exil auf die wartburg gebracht worden.

der kaiserdom ist nicht so prächtig, aber genauso geschichtsträchtig wie der aachener. besonders interessant aber ist der „heilige sand“, der alte jüdische friedhof, der älteste in europa mit über 2000 grabsteinen, die ältesten aus dem frühen 11. jahrhundert. in worms gab es die grösste jüdische gemeinde deutschlands – bis die nazis sie ausrotteten….

durch ludwigshafen radelt man über viele kilometer an der bayer ag vorbei. es gibt da nichts anderes. wir hoffen ehrlich gesagt, dass dieser moloch nicht noch grösser wird durch die einverleibung von monsanto – vielleicht hat das kartellamt ein „einsehen“?

kaum ist man über die riesige brücke nach mannheim gefahren, verzettelt man sich superleicht in den vielen verschiedenen abfahrtsschleifen unter über durch die brücke…. aber das „türkiche viertel“ mit den vielen leckeren läden ist einfach sehr lebendig. schwupps, sind wir am neckar, radeln die lange kastanienallee entlang, trotz beschussgefahr – wir haben ja helme auf. dann bietet ladenburg auf der anderen neckarseite einen schönen anblick. mit der fähre wechseln wir rüber. noch ein paar kilometer, da kommen wir an der jugendherberge vorbei. wir versuchen unser glück – und haben glück und ein zimmer. am abend sind wir in der schönen heidelberger altstadt. ach ja, heute hat uns zum ersten mal einer mit „grüss gott“ gegrüsst: heimatliche klänge.

exkurs: vom grüssen. die engländer und schotten grüssen immer und alle, fast ausnahmslos. sehr freundlich. man sagt nicht nur high, sondern „hai -jjaaa“. keine ahnung, was es bedeutet, aber wir haben es schnell gelernt. vielleicht eine superverkürzung von „high, how are you“? die norweger sind etwas zurückhaltender, aber nicht weniger freundlich. hier grüsst man „hai“, und antwortet „haihai“. süss. in schweden auch so. in dänemark einfach „hai“ oder „hei“- nur die deutschen touris wissen nicht, was sich gehört… auch die reiseradler grüssen sich gegenseitig. wenn es aber zu viele werden hört das bald auf. dann grüssen wir nur noch die mit vollem gepäck (auch vorne satteltaschen).  in süddänemark und ostfriesland dann „moin“, bzw. in manchen gegenden „moinmoin“. holland ist vielseitig. die einen grüsssen mit „hei“, die anderen mit „challo“ (l im hals wie im englischen), viele auch mit „guude morche“ und „guude middag“. in belgien mischt sich zum holländischen noch das französische „bonjour“… die deutschen sind übrigens ziemlich grüss-faul, finden wir, nachdem wir die englische weise schätzen gelernt haben. jetzt freuen wir uns auf das vermehrte hochtheologische „grüss gott“…