schottland, wir kommen!

30.04.16 belford – berwick upon tweed – eyemouth – coldingham – 70 km

IMG_20160430_150952-1ereignisreicher tag mit recht viel sonne. wundervolles dünenradeln am vormittag, teilweise auf gras-matsch-küstenpfad. wir machen schmalspur-yoga: mit höchster konzentration in der schmalen fahrspur bleiben. ziemlich kaltes dünenpicknick. dann macht eva einen abgang in die schlammpfütze: nass, dreckig, kalt, flaschenhalter glatt abgebrochen, aber sonst nix gebrochen. die bremse biegen wir wieder hin. die klamotten trocknen am mann, äh, an der frau. eva ist sauer. weiterradeln.

nächster event: wir erreichen schottland. erster blick auf die berge: die southern uplands sind schneebedeckt… wie gut, dass wir entschieden haben, an der küste zu fahren. aber wir bleiben nicht verschont: es geht gleich hübsch auf und ab, und dann immer mehr rauf und rauf, wir erklimmen die lamberton hills, oben sind wir auf 200 höhenmetern. treffen ein nettes paar auf rennrädern, die sind auch ziemlich langsam… die abfahrt super, trotz vieler tiefer schlaglöcher.  noch ein paar hügel, dann sind wir im crosslaw caravanpark. duschen, kochen, in der bar was trinken.

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der erste tausender

29.04.16 amble – alnmouth – dunstan – bamburgh – belford/adderstone – 57 km

2016-04-29-brückenüberwindungder vormittag geprägt von wunderbaren stränden, dünen, meerblicken. wir radeln den küstenpfad… äh, von „radeln“ kann man nicht wirklich reden: wir hoppeln zwischen schafen durch, nehmen tiefsand, grobe steine, brückchen mit hohen stufen und viel matsche mit. aber dafür eben das panorama, sogar immer wieder mit sonne! in embleton feiern wir unsere 1000 km, natürlich mit tee mit milch und warmen scones mit cream und jam. jippie! wir haben noch nie 1000 km in 3 wochen gemacht, und das unter erschwerten bedingungen. andreas hatte heute konditionsabfall und konnte nicht gut atmen – ist aber wieder besser. am nachmittag zunehmend windböen, vor denen man sich in acht nehmen muss. den lenker gut festhalten! schöner blick auf dunstan castle und dann sehr beeindruckend: bamburgh castle, das wir halb umrunden, das meer schäumt im wind. die dame im kleinen laden hält uns für verrückt, was wir da machen. ihre kleinen tarte sehen lecker aus. wir machen es wie die beiden schweizer rolf und fritz, die uns entgegenradeln (sind grade in ostfriesland): wir lassen das zelt eingepackt. motelzimmer, das bedeutet heisse dusche, heizung und wie überall in england – das muss man mal erwähnen – ein wasserkocher, tassen, tee, kaffe, milch. prima.

warkworth castle

28.04.16 amble – warkworth – amble (10 km)

2016-04-28-warkworth-castle.jpgim b&b begegnen wir dem ersten reiseradler, einem holländer, der seit einem tag auch die schottische küste hochfährt. netter frühstücks-plausch. wir aber machen einen pausentag, das panorama-b&b ist so schön. amble ein hübsches städtchen. wir radeln ohne gepäck nach warkworth, um das castle und village zu besichtigen, inklusive spazierfährtchen am river coquet… wir packen ein ballast-abwurf-päckchen…. sitzen bei dauerregen am panoramafenster und gucken ins grau… selbst die hundebesitzer gehen nur ganz kurz raus…

 

 

echtes nordseefeeling

27.04.16 sunderland – new castle – blyth – amble – 78 km

der vormittag mühsam mit schnee und gegenwind, da kommt man nicht richtig in tritt. aber bei euch in deutschland ist es ja nicht besser. über den river tyne mit dem fährboot. dann geht es an der küstenpromenade entlang, kalt, windig, zwischendurch heisse schokolade mit sahne (!) und scones, an ein vesper draussen ist nicht zu denken. hinter blyth können wir kilometer machen entlang der autobahn. dann ab lynemouth ein wunderschöner weg durch die dünenlandschaft mit kühen, kleinen seen, verschlafenen gehöften und dörfchen, naturschutzgebiet. dazu aprilszenerie: rechts über dem meer blauer himmel, vorne schwarzgraue regenschleier, links sonnenschein. kurz vor amble ein regenbogen über dem meer. im coquetside-b&b in amble bekommen wir ein zimmer mit weitem panoramablick über den hafen und die ganze bucht, da bleiben wir doch gleich noch einen tag.

schlammschlacht

26.04.16 stockton on tees – castle-eden-walkway – stadion town – south hetton – sunderland – 53 km

erster blick aus dem fenster: dicke schneeflocken…  aprilwetter den ganzen tag: graupelschauer waggerecht im wind, nieselregen, blauer himmel, sonne, schneeregen usw… das aus- und anziehen lassen wir bald und bleiben in voller regenmontur. heute wieder auf einer ehemaligen bahntrasse: lange durch recht triste wohngebiete, dann wiesen, gebüsch, felder und sonst nichts. der weg aber eine „frechheit“,  sagt andreas. auf langen strecken eine schlacht der schlammlöcher, dann wieder der kampf mit dem schotter, am wegrand alles voller müll, einige schiebestrecken. dazu kommen die üblichen wegschranken, durch die man sich winden muss (ihr wisst schon, damit keine autos da fahren…), hier aber in einer besonders tollen version: ein durchgang wie bei der kontrolle im flughafen, nur oben noch besonders verengt… siehe foto (da scheint ausnahmsweise grad mal die sonne). abendbummel in sunderland: alle läden schliessen zwiscehn 5 und 6 pm, die rollläden herunter gelassen, tote hose. der italiener aber serviert leckeres essen, nicht frittierten fisch und vor allem richtigen cappuchino statt plörre. 2016-04-26-radschranke

durchgefroren

25.04.16 kildale – rudby – middlesbrough – stockton on tees – 48 km

wir lassen die north york moors und vielen steigungen hinter uns, kleine strassen, hecken, schafe, pferde… und nette leute zum radlerplausch. aber vor allem sind wir mit wind, graupelschauern, schneeregen und kälte beschäftigt.  durchgefroren gibts nach 35 km am rand von middelsbrough fish & chips. aber das fett wärmt nicht wirklich. durch die stadt und über den river tee – dann geben wir auf. wir haben die wahl:  links campingplatz, rechts premier inn. wir wählen rechts, denn das heisst heisse dusche satt, warmes nachmittags-schläfchen, leckeres steak zum abendessen und morgen english breakfast.

höhenmeter sammeln

24.04.16  robin hood’s bay – whitby – esk dale: ruswarp -aislaby – danby – kildale 54 km

IMG_20160424_164258auf dem cinder rail trail nach whitby, mit regenwolkenverhangenem panoramablick und kaltem gegenwind. das eks-tal entpuppt sich als herausfordernde durchquerung des north york moors,  mit sehr vielen starken steigungen und einigen wahnsinnigen abfahrten. wir haben noch nie so viele achtung-gefälle-schilder mit 16 -20 -25% gesehen – und bewältigt. zwei strecken zusätzlich offroad. aber auch sonst müssen wir oft schieben. es sind insgesamt ca. 850 höhenmeter bergauf und 860 höhenmeter bergab. die landschaft einmalig. an endlosen steinmäuerchen entlang, mit endlosen ausblicken ins weite tal und mitten durch die raue moor-felsen-heidelandschaft. schafe und fasane sagen sich hier gute nacht. dazu kaltblüterpferde, karnickel en masse, und natürlich – running gag – osterglocken! in danby treffen wir endlich mit waltraud und steffen bär aus stuttgart zusammen und wärmen uns bei einer kanne tee im pub auf. viele grüsse an florian & family! wir sind am ende, als wir den kildale camping barn finden: mitten in einer schaffarm, verlottert, aber mit heizung in der barn, irgendwie idyllisch.