ribe lohnt

19.07.16 esbjerg – kammerslusen – ribe – 42 km

am morgen durch esbjerg mit blick auf den riesigen hafen. 250 kilometer im meer vor esbjerg wird öl und gas gewonnen. die entsprechenden spezialisten und firmen sitzen also in esbjerg. ausserdem werden von hier aus die spezialschiffe, die die grossen windräder offshore in die see setzen, eingesetzt. esbjerg spielt also eine grose rolle bei der energieversorgung dänemarks. – wir aber radeln schnell durch und hinter dem deich weiter zur kammerslusen. heute nicht wie vor vier jahren mit sechs stundenkilometern gegen den wind, sondern wir brausen mit über 20 km/h dahin. überall, wo ein flüsschen in die nordsee mündet, findet sich hier eine kleine „schleuse“ im deich, an der kammersluse sogar eine für boote. hier biegen wir ab und brausen noch schneller nach ribe und sind pünktlich zum mittagessen da.

ribe ist eine wunderschöne mittelalterliche stadt. in der mitte der grosse dom, der 850 von st. ansgar gegründet wurde. mitte des 12. jahrhunderts wurde der dreischiffige romanische dom aus tuffsteinen aus dem rheinland erbaut, später gotisch umgebaut und auf fünf schiffe erweitert – die älteste kathedrale dänemarks und die einzige fünfschiffige nordeuropas. sie hat einen kirchturm und einen bürgerturm, das schiff ist klassisch schlicht, die orgel aus dem 18. jahrhundert und der chor ganz modern mit interessanten wandmosaiken. der domplatz ist restauriert und ein schmuckstück geworden. das kannikegarden ist ein museum über de ausgegrabenen resten eines klosters von 1145, dem ältesten ziegelgebäude dänemarks; es ist selbst aus ziegeln aus vulkanischem ton gebaut, sehr gekonnt in die mittelalterliche umgebung eingepasst. vor vier jahren war da nur eine riesige baustelle. um dem dom herum lauter kleine pflastersteingassen mit fachwerkhäusern, das alte rathaus, das katharinenkloster, ein kleiner hafen im kanal. die stadt ist voller leute, die bummeln und den sonnigen nachmittag geniessen. wir richten uns auf dem grossen modernen campingplatz ein und kehren dann zurück in die abendliche stadt. auf einer wiese am kanal ist ein oldtimertreffen – und wir kehren gegenüber im „seehund“ ein.

am ende der nachtwächter von ribe. bei orangem abendhimmel, vollmond und bei der heimfahrt bodennebel – da ist das lied wahr geworden: der mond ist aufgegegangen, die goldnen sternlein prangen am himmel hell und klar, der wald steht schwarz und schweiget, und aus den wiesen steiget der weisse nebel wunderbar (siehe unten).

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esbjergs wahrzeichen, mal von hinten, im morgendlichen wolkengrau
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ribe domkirke
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domkirke chor

 

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2 Kommentare zu „ribe lohnt“

  1. Jetzt bin ich endlich mal wieder dazu gekommen eure einträge der letzten Tage zu lesen und die vielen bilder neidisch anzuschauen 😉 gleich gehe ich mit Brigitte und Helga Essen. Vietnamesisch. Wir stoßen dann auf euch an!
    Liebe grüße,
    katha

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