3. september: von der gera an die unstrut

erfurt – gebesee – bad langensalza: 53km

die juhe in erfurt entlässt uns mit klassischem juhe-ost-charme: da geht man nicht nur zum lachen in den keller, sondern auch zum frühstücken. die stimmung ist entsprechend auch im keller….

also schnell raus – und über die langebrücke, wo auch schiller gewohnt hat, zum sonnigen domplatz mit marktständen. wir kaufen leckere muskattrauben. steigen die treppe hoch zum beeindruckenden dom und zur severinikirche.

dann ein bummel durch die altstadt, wieder zum augustinerkloster. heute, mit führung, kommen wir endlich rein. wir können den schönen kreuzgang geniessen. das dormitorium und den kapitelsaal anschauen. in der sonst so schlichten kirche, wie es für die augustinereremiten typisch ist, die goldgelbdominierten fenster bewundern. wenn man genau schaut, sieht man hier das vorbild der lutherrose, die er sich später als wappen gegeben hat.

es ist mittag, halb eins, bis wir erfurt langsam verlassen.
erstmal gilt es eine gut ausgeschildete umleitung abzufahren, da der geraweg wegen umbauten zur buga 2021 in erfurt gesperrt ist. wir lernen die aussenbezirke und vororte erfurts ein wenig kennen, radeln auch mal an der autobahn lang…
das letzte stück gera beschert uns dafür einen hübschen weg auf dem damm mit ständigem blick auf das flüsschen.

auf einmal sind wir in ringleben, hier zweigt der unstrutweg ab. wir nehmen die richtung flussaufwärts nach mühlhausen.
das müssen wir ein wenig büssen: mit kräftigem gegenwind und einer missglückten umleitung bei herbsleben: ein mann weist uns den falschen weg, die schilder seien falsch. wir radeln wieder ganz hoch und umgehen die baustelle nun auf einem wiesenweg, langsam und eher mühsam.

tierische ausbeute heute: fasane (!) (erst gestern hatten wir gesagt, dass die fasane hier fehlen, die wir in england täglich zuhauf hatten). störche. schwanenfamilien. später silberreiher und rehe.

nach grossvargula ist das unstrusttal sehr eng, ein naturschutzgebiet besonderer art. wundsersame einsamkeit, grosse alte weiden, wacholderheide-ähnliche hänge und alte apfelbäume begleiten den weg. wir geniessen.
am ende kommen wir am urigen „grill zum unstruttal“ raus, einem imbiss und biergarten mit hühnern, enten, brunnen und viel idylle. wir pausieren und stellen fest: wir sind schon ganz schön k.o.

also radeln wir nur noch bis bad langensalza. der nächste campingplatz wäre 18 km weiter… quartieren uns pünktlich mit regenbeginn im bett & bike-hotel ein.
und begehen nun doch noch unseren 38. hochzeitstag mit prosecco und leckerem essen beim italiener.

2 Kommentare zu „3. september: von der gera an die unstrut“

  1. Die Gegend kennen wir auch. Wir haben eine Freundin in Mühlhausen, da ist Bad Langensalza gleich um die Ecke.
    Wir haben ab heute hier wieder Sommerwetter und hoffen das auch für Sie. weiterhin gesundes radeln in Thüringen.
    PS im Unstrutgebiet gibt es auch gute Weine.

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