5. september: grüsse aus sömmerda

bad langensalza – gebesee – sömmerda – heldrungen: 68km

heute geht’s also zurück, unstrutabwärts: nochmal durch das wundersame naturtal. dann die baustelle vor herbsleben, diesmal auf der strasse schnell umgangen. brausen mit etwas rückenwind hinauf nach gebesee, vorbei an zuckerrübenbergen, die vorgestern noch nicht da waren. dann am damm nach ringleben.

die unstrut ist heute oft weit entfernt, wir radeln an anderen bächen im tal. aber egal, ob unstrut oder bäche: es geht oft einfach geradeaus: links wasser, rechts mais, rüben, abgeerntete felder. oder umgekehrt. ein mann gräbt mit blossen händen auf seinem äckerle kartoffeln aus.

wuutsch, sind wir nach 45 km pünktlich zum mittagessen in böblingens partnerstadt sömmerda. wir vespern an der dreyse-mühle. die kirchentür ist leider zu. trinken kaffee in der fussgängerzone. alles sehr ruhig und beschaulich – bis, ja bis die regenbogentour im städtchen ankommt: eine gruppe thüringer bürgermeister, die zugunsten der elternhilfe für kinder mit krebserkrankungen radeln. überall regenbogenfahnen. herr ramelow ist angekündigt. wir warten nicht auf ihn, machen uns wieder auf den weg.

felder, wiesen, flüsschen. kamikaze-fliegende jungreiher. bäume voller starengezwitscher. schwalben. ein reh. wenige radler. der himmel grau. es ist kühl und schwül gleichzeitig, sehr seltsam.

dann tauchen hügel auf. schnell verengt sich das tal. wir radeln durch die thüringer pforte mit den beiden sachsenburgen, eine weiter unten, eine ganz oben.

und schwupp, sind wir in heldrungen. obwohl es erst halb vier ist, bleiben wir hier auf dem einzigen kleinen „behelfs“-campingplatz weit und breit. zuerst „dreckbier“ und „dreckcola“. dann das zelt trocknen, das seit 5 tagen in der satteltasche matscht, das dauert. duschen. essen kochen. räumen. gucken wie’s weitergeht.
über uns kreisen drei reiher. zweimal guckt die sonne kurz durch die bleigrauen wolken. die bäume rascheln im lüftchen. die nachbarn grillen zusammen.
wir trinken heissen kakao mit keksen.

2 Kommentare zu „5. september: grüsse aus sömmerda“

  1. Hallo Eva und Andreas, immer wieder toll Eure Erlebnisse zu lesen, es freut mich sehr das ihr Euch so viel Zeit nehmt und die Kraft habt. Bei uns sind diese Touren doch etwas länger her. Wir sind in unsere Jugendzeit immer ganz quer durchsland wie ein geradern Pfeil und gechlafen haben wir meistens in irgend einigen Scheunen. Die größte Freude war dann wieder zuhause zu sein und eine Freude dies mit so einfachen Mitteln bewälltigt zu haben, es bereicherte unser Leben ich denke Euch geht es genauso.
    Nach einer durchnässenten Wanderung waren wir dann richtig fitt, wenn es auch sehr schwer viel das zu erleben aber es war dann doch eine große Befriedigung das gemeistert zu haben.
    Weiterhin viel Kraft und Energie
    Euer Rainer aus München

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