6. september: von verhinderungen, krokodilen und raubgräbern

heldrungen – artern – memleben – nebra – laucha – freyburg – naumburg: 85km

heute endlich viel sonne zwischen den wolken. der wind ist ziemlich kühl. einige kleinere steigungen wärmen uns zwischendurch ein bisschen auf.

ein wenig ist es der tag der verhinderungen: von der wasserburg heldrungen sehen wir nur das portal. sie ist zu, weil coronagemäss nur die juhe-gäste drin sein dürfen… in ser kanustation karsdorf ist der kuchen alle… am ende stehen wir gegenüber dem campingplatz vor naumburg und der fährmann nimmt uns nicht rüber, er macht jetzt feierabend… nach einem 5km- umweg, schnellem zeltaufbau und verzicht aufs duschen erklärt uns die dame im bistro, dass es jetzt kein essen mehr gibt – und fängt tatsächlich ein lamento über die vielen deutschen gäste an, die sie in diesem jahr haben…. also im blog zweimal daumen nach unten: für den fährmann und fürs campingbistro.

ansonsten:
wir sind wunderschön an der unstrut langgefahren. wir haben das krokodil gejagt, das hier sein unwesen treibt und wegen dem das paddeln verboten ist, aber wir haben es nicht erwischt.
wir haben in memleben die kloster- und kaiserpfalzruinen samt ausstellungen genossen. kaiser otto I. und andere sind hier gestorben. wir geniessen eine klostersuppe: leckere graupen-gemüse-suppe.
in der nebra-arche erfahren wir alles über die berühmte himmelsscheibe: wie sie hergestellt wurde, was sie bedeutet, wie raubgräber sie gefunden und zu verkaufen versucht haben, wie sie dann entdeckt, erforscht und restauriert wurde. spannend.
wir haben starenschwärme in der luft beobachtet, sie haben ganze gemälde an den himmel fabriziert.
wir haben am ende tatsächlich noch weinberge gesichtet, nachdem sie immer versprochen waren und wir es schon fast für ein märchen gehalten haben.
wir haben burgen und kirchtürme gegrüsst.
eigentlich wollten wir noch eine thüringer rostbratwurst essen, aber schwupps, kam da ein schild „auf wiedersehen in thüringen“ und wir sind nach sachsen-anhalt gefahren.

jetzt sind wir doch noch in naumburg angekommen und können die saale zuende radeln. mal sehn, wo’s uns noch hintreibt.

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