8. september: schlaglochhopping, grosstadt, die bundesbahn und wir

bad dürrenberg – leuna – merseburg – halle – wettin – kloschwitz: 66km

bei sinnenschein frisch losgeradelt – erinnert ihr euch an die leuna-affaire mit schmiergeldzahlungen im zuge der privatisierung? heute ist das einst grösste ddr-chemiewerk zerschlagen, verschiedene kleine firmen sind auf dem gelände ansässig.

um 10 uhr sind wir schon in merseburg, aber der dom macht erst um 11 uhr auf… schloss und dom sind aber auch von aussen beeindruckend, besonders der innenhof zwischen schloss und kirche.

halle ist voll, chaotisch, viel verkehr auf grossen strassen. wir finden uns kaum zurecht. nachdem wir in mersebrug am bahnhof erfolglos abgewiesen wurden, weil das system nicht läuft, quälen wir uns nun in halle zum bahnhof und versuchen eine zugreservierung für einen ice am samstag oder sonntag zu kriegen, aber es ist erwartungsgemäss alles ausgebucht. wir überlegen die route per nahverkehr (8,5 std), entscheiden uns dann für einen mietwagen, den wir nach einigen versuchen online gebucht kriegen.

nix wie raus aus halle!
der radweg ist nicht besonders gut ausgeschildert, schon vor halle und in der stadt sind beschilderungen immer wieder im nichts versandet. dann jäh rechts eine kleine steile treppe hoch und über eine brücke, verwirrender verkehr, dann wieder saalepark, wir radeln schlaglochslalom und kopfsteinrütteln abwechselnd. nochmal ein schmalster steig aus gittersteinen hinauf auf eine eisenbahnbrücke, kannst froh sein wenn keiner entgegenkommt…
so geht es weiter. vor allem in den dörfern grössere stücke kopfsteinpflaster. kaum zeit, den blick mal vom boden zu heben, um die welt drum herum anzuschauen.
dort wo weg und strasse gut sind, erwischt uns ein heftiger gegenwind. wir strampeln uns regelrecht ab.
puhh, was für ein tag.

nebenbei saaleblicke, störche, reiher, milane am himmel, ein himmel voller schwalben. schöne buntsandsteinfelsen, weite felder. zwei schöne fährefahrten in brachwitz und in wettin – ja, das ist der stammsitz der wettiner.

der kleine ruhige saaleblick-camping in kloschwitz wird jetzt für unsere schluss-ruhe, die wir noch brauchen nach dem vielen radeln und besichtigen, der standort sein.

blumenkohl mit käsesosse und nudeln. blick auf die saale bis es dunkel wird. mäuschen huschen über die wiese. fledermäuse durch die luft.

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