9.-11. september: faulenzen – flussmeditieren – forelleessen

kloschwitz – kloschwitz – wettin – kloschwitz – halle: 0km/ 13km/ 29km

am ende gönnen wir uns zwei idyllische ruhetage auf dem kleinen campingplatz zur salzquelle, direkt am fluss. wir sitzen auf dem bänkle und schauen dem wasser beim fliessen zu. zählen die boote, die vorbeikommen (acht an einem tag). gucken den flugkünsten der mehlschwalben zu. lassen uns von der sonne brutzeln. abends fledermäuse und sternenhimmel. nachts stressen uns die wühlmäuse, sie beissen die zweite unserer bodenspannschnüre am zelt durch.

einmal über die strasse und wir sind am kneippbecken, das von einer solequelle gespeist wird. eiskalt erfrischend und schmeckt seeehr salzig.
es gibt hier meerschweinchen, kaninchen, kanarien und wellensittiche und einen dobermann.
in den wasserbecken schwimmen forellen, die es dann auf bestellung frisch zum abendessen gibt, etwas fremd mit brokkoli aber sehr lecker mit dillfüllung. eva nimmt das gleich zweimal wahr, andreas kriegt was anderes.

wir machen einen spaziergang auf einem geheimnisvollen rundweg durch den wald an einer schlucht entlang bis ins grasgrüne feuchte quellgebiet. dann den berg hoch und einer südländisch kargen hanglandschaft mit wildem majoran und thymian entlang. einsam, still, bis auf das rhythmische rauschen des windparks hinter den hügeln. reste von kleinen datschas oder ehemaligen weinberghütten (?). ein garten noch aktiv, mit reben.

wir radeln nach wettin, um die stammburg der wettiner anzuschauen. wettins „strassen“ stammen gefühlt noch aus der zeit der ersten wettiner, so holprig, wellig, löchrig ist das pflaster. es ist das „ddr-igste“ dorf, das uns in den drei wochen begegnet ist, bis hin zur dosen-soljanka im burg-cafe. aber die kirche ist innen schon intelligent renoviert, man kann den altarraum mit holzlamellen-elementen abtrennen und hat einen gemeindesaal. alt und neu gut kombiniert. die ersten strassen werden auch neu gemacht.

für den weg zurück nach halle nehmen wir diesmal das linke ufer. dann durch das naturschutzgebiet lunzberge mit den bunten sandsteinfelsen, das wir auf der herfahrt im kampf mit dem gegenwind kaum wahrgenommen haben.

eine andere route nach halle rein richtung bahnhof.
wir besteigen und besichtigen die burgruine giebichenstein aus dem 12. jahrhundert.
wir geniessen im originellen cafe ludwig mit uralten sofas und sesseln milchkaffee und kuchen.
wir besuchen das landesmuseum für vorgeschichte, das nagelneu konzipiert ist. sehr beeindruckend und anschaulich erzählt es vom leben des homo erectus zum homo sapiens, von den völkerwanderungen bis zur himmelsscheibe von nebra: hier sehen wir endlich das original – das ist doch nochmal was anderes als die reproduktion. tolles museum!
dann auf guten radwegen ins hotel.

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