best place to stay

10.05.16 aberdeen – dyce – newmacher – tarves – ythan bank  42 km

wir werden sehr gut aus aberdeen heraus geleitet, durchs altehrwürdige uni-viertel mit viel kopfsteinpflaster (schieben), dann am hübschen river don entlang. ab dyce alte eisenbahnlinie, das verspricht wenig, aber stetige steigung. da der mittler teil des bahnlinienwegs schlecht ist, seider hügelauf und hügelab druch eine riesige christbaumplantage und felder. in tarves ein schöner spar-laden. wir vespern auf dem dorfplatz warme pie und geniessen das erste eis der saison! eine frau, die das örtliche schulmuseum betreibt, spricht uns an, weil sie die geschichten von leuten, die durch tarves kommen, sammelt. gutes gespräch, wir machen fotos. dann ab von der route zum campingsite in ythan bank. ACHTUNG: this is one of the must-have-been!! schöne wiese, erstmal tee ans zelt. waschhaus liebevoll ausgestattet, mit blumen, kräuterdusche usw. alles ziemlich öko. wir sitzen den ganzen nachmittag faul in der sonne. abends machen wir feuer im kleinen freilandofen, der korb mit holz anthält alles, was man braucht. -> in ythan bank abbiegen richtung shivas, dann gleich erste rechts „smithbanks“ und nach hinten fahren. lovliest place we ever had!

der urlaub ist vorbei…

09.05.16 inverbervie – stonehaven – aberdeen – 58 km

heute vor einem monat sind wir losgeradelt. jetzt ist also die normale urlaubsfrist vorbei… mal sehen, was kommt…. in der regel sind wir mit dingen wie essen, bergaufradeln, bergabbremsen, gucken, schmerzen im knie, in der schulter, im oberschenkel, wo schlafen wir heute, an und ausziehen je nach wetter … mit fragen wie: hast du dich schon eingecremt? wo ist mein buff? vollbeschäftigt. also eine art existenzphilosophie… dass gestern muttertag (bei uns in der familie eher „elterntag“) war, haben wir erst realisiert, als die whatsapp von katharina kam. also allen müttern und vätern: ein dreifaches hurra auf euren lebenslangen dauerzustand!  übrigens sind alle rennradler, denen wir begegnen, sehr nett und grüssen mit aufmunternden kommentaren – nicht so arrogant wie in deutschland. auch die autofahrer auf den singletracks warten (meist) sehr geduldig undngrüssen freundlich. nur bei lastern und transportern muss man aufpassen, die haben es eilig…

ach ja: die etappe heut war ohne einzige wolke. wir haben die sommerhosen und kurzärmeligen shirts rausgeholt. und weil eva gestern gesagt hat, die osterglocken verblühen, sind wir heute morgen gleich mal an einigen grossen osterglockenfeldern vorbeigekommen. dunnottar castle thront beeindruckend am meer, versteckt sich aber gerne hinter den hügeln. stonehaven hafen präsentiert sich blau. viele kilometer lang winden wir uns um den neubau der umgehungsautobahn um aberdeen, die eine riesenschneise in die landschaft schlägt. wir haben glück, keiner der baustellenabschnitte ist heute gesperrt… auf einmal sind wir in der covebay kurz vor aberdeen, geniessen den meerblick. dann umrunden wir den leuchtturm von aberdeen. atemberaubend, wenn man um die ecke biegt und die skyline und den hafen von aberdeen vor augen hat, mit all den riesigen schiffen, dahinter die kirchtürme…

sonnensonntag

08.05.16 arbroath – montrose – inverbervie – 52 km

IMG_20160508_170407-1
so sehn wir grad aus – damit ihr’s nicht vergesst

nach echt schottischem frühstück mit eiern, bohnen, bacon und „tattie scones“ (was fladenbortartiges mit kartoffeln im teig) geht es hügelauf und hügelauf und hügelab durch die felder. bauern setzen kartoffeln (anfang mai!), die osterglocken verblühen langsam, jetzt gibt es tulpen! die lerchen machen einen ohrenbetäubenden lärm, man meint, man hat einen neuen tinnitus… von oben eine wunderschöne aussicht auf die bucht und den strand. dann durchs sonntäglich ruhige hafenviertel von montrose, auf dünenwegen und durch wald zum viadukt über den north esk. wir nehmen die A92 um den sehr steilen anstieg nach st. cyrus zu umgehen. auf der A92 geht es dafür stetig hoch. in jonnishaven kehren wir ans meer zurück, vespern auf einem windgeschützten sonnenbänkchen – kurzärmelig, es wird warm! dann nehmen wir den küstenpfad, obwohl er 3 meilen schieben bedeutet. die schweren räder können wir auf offroadstrecken kaum halten. das radwandern erfordert nicht nur bein-, sondern auch jede menge arm-arbeit. wir kriegen ausser strammen waden auch oberarmpäckchen… ja, und da sind wir schon in inverbervie, machen uns auf dem idyllischen camping mit zeltwiese an der berviemündung einen gemütlichen nachmittag, mit schwalben, entenbibberle, möwen, staren…

IMG_20160508_175441-1-1
suchbild: wie viele entenbibberle bewacht die entenmutter?

 

radlerweisheit

07.05.16 – st.andrews – tentsmuir forest – dundee – carnoustie – arbroath – 65 km

diesiger tag, wir haben beide etwas kopfweh. in st.andrews schlendern wir kurz über den farmers market, da wird fisch in rauchenden fässern unter jutesäcken geräuchert. wunderschöne fahrt durch den tentsmuir, ein naturreservat mit wald, dünen, sand, meerblicken, frühlingsgrün. also hier trotz teils schlechtem weg nicht die abkürzung nehmen. an einer der picknickbänke schlemmen wir vollkornbrote mit bio-brie und honig, yummie! leider kühlen wir im wind immer schnell aus und müssen weiter. am alten leuchtturm fahren wir in die tay-mündung rein, zur tay-road-bridge. sie ist 2,5 km lang, der radweg verläuft in der mitte zwischen den autospuren. am brückenende ist der versprochene aufzug „sorry, out of order“. wir müssen abpacken, taschen und räder eine schmale wendeltreppe runtertragen: grrrr… in dundee gehn wir kurz eine gaskartusche kaufen, ohne langes suchen. dann die fahrt durch den hafen, da muss man klingeln und sich ein tor öffnen lassen, damit man durch darf. am ende nochmal. wir sehen den hafen sozusagen von „hinten“. aber am samstag ist alles ruhig. nur ein grosses fähr- oder kreuzfahrschiff legt gerade ab. der radweg geht entlang der uferstrasse. überall stehen leute mit fotos, tüchern zum winken, sogar mit einer fahne, um das schiff zu verabschieden. an der hafenausfahrt ertönt das tiefe schiffshorn. man kann sich sehr gut vorstellen, wie das früher war, wenn die schiffe mit auswanderern ausgelaufen sind. sehr emotionale momente. unser weg geht immer am ufer entlang weiter, ein ganzes stück ist rechts auf einer halbinsel ein truppenübungsplatz, links ein golfplatz, dazwischen radweg und eisenbahn. also golfbälle von links und kugeln von rechts… tatsächlich ist die rote fahne oben, wir hören schüsse. aber mit „schnell weg hier“ ist nichts: es ist zwar absolut flach, dafür haben wir tüchtig gegenwind. schon der radler, der uns an der brücke angesprochen hat, sagte: aber da habt ihr gegenwind. radlerweisheit: der wind kommt immer von vorn. (uns kommt die idee einer rückenwind-radtour, also immer mit dem wind ins blaue…)  die strassen, gärten und häuser sind direkt ans meer gebaut, ohne deich. wir radeln immer mit blick auf wellen, möwen, dünen. die letzten 10 km ist es eher ein kampf gegen den wind. er macht dich einfach fertig. in arbroath gibt es keinen campingplatz, der zelte nimmt (entgegen den angaben im buch). die dame in der touristinfo schliesst gerade ab (5 uhr), aber sie gibt uns noch einige adressen. wir weichen aus ins old brew house: zimmer mit meerblick auf der einen, und hafenblick auf der anderen seite. wir fühlen uns ausgepowert, aber doch wie gewinner. regionale spezialität: smokie (warmer geräucherter schellfisch), für andreas lasagne mit pommes…

 

ein schöner tag

06.05.16 kinross – falkland – ceres – st. andrews – 62 km

2016-05-06-falklands-castlewir starten auf dem uferpfad am loch leven mit dichten mückenschwärmen – am besten, man stellt das atmen ein. dann erwarten uns laut karte vier steigungspfeile. es stellt sich heraus, dass der singeltrack um den lomond-hill herum nach einem kleinen anstieg stetig bergab führt, eine freude! haben die die pfeile falsch rum in die karte eingetragen, oder ist das wie mit dem linksverkehr? auf einem schmalen idyllischen pfad durch einen wald mit jungem birkengrün und blühenden heidelbeeren erreichen wir pillars of hercules – ein biobauernhof mit laden, cafe und campingplatz. da darf man auf keinen fall dran vorbeifahren. wir teilen uns einen brie-apfel-walnuss-crepes, salat und kuchen, kaufen ein: da gibts richtiges vollkornbrot!, offenes gemüse, alles was das bioherz begehrt. falkland ist ein wunderhübsches properes städtchen, nach ihm sind die falklandinseln benannt. am nachmittag dann gibt es höhenmeter. wir überqueren eine lange hügelkette: fronthill, cultshill, waltonhill. es ist wunderschön da oben – wald, ginster, schlehen, fasane, schweiss und viele schlaglöcher. schliesslich romantisch an einem kleinen fluss entlang, inklusive wasserfall. noch einmal ein fieser anstieg mit schiebestrecke, und dann rollen wir nach st. andrews hinunter, in eine kleine quirlige stadt. hier wurde übrigens golf erfunden. st. andrews holidaypark bietet uns einen platz mit meerblick – endlich wieder an der nordsee. wir machen noch einen abendspaziergang am strand, langsam wird es wieder kalt.

rückenwind und sonnenschein

05.05.16 edinburgh – inverkeithing – dunfermline – kinross – 53 km

perfekt beschilderte fahrt aus edinburgh hinaus, interessante wohngebiete, bald schon wieder sehr ländlich. die fahrt über die forthbridge imposant, aber gleichzeitig etwas unheimlich. zum glück nur wenig wind. sobald man den fuss auf den boden setzt, spürt man die starken vibrationen der brücke durch die autos.  da ist die schöne eisenbahnbrücke von 1890 (das foto ist für wolfgang!), dann die autobrücke (1964 beendete sie 700 jahre fährefahrten) und daneben wird gerade noch eine ganz neue brücke gebaut. am town loch finden wir ein schönes bänkle zum vespern, aber der wind bläst uns das brot aus der hand und die banane von der bank. schliesslich überqueren wir die cleish-hills. der lange anstieg, sonne und sogar rückenwind bringen uns zum ersten mal so richtig auf „betriebstemperatur“. moorlandschaft mit unverschämt hellgrünen lärchen, nadelwald und interesante felsen. die abfahrt zum loch leven lässt uns schottische highland-ansichten erahnen. im castle auf der insel von loch leven wurde maria stuart gefangen gehalten. wir machen früh schluss, auf dem gallowhill farmcamping in kinross, geniessen die nachmittagssonne – und da sind die ersten midges! wir kennen die ja aus kanada und wissen: da hilft nur kopf einziehen, chemie oder so lange dreckig bleiben bis sie dich nicht mehr finden…

2016-05-05-forth-eisenbahnbrücke2

2016-05-05-loch-leven.jpg

busse, burg und burger

03.03.und 04.05.2016 edinburgh

2016-05-03-edinburgh-busse   2016-05-03-edinburgh-burg

zwei tage zeit für die stadt und die erledigungen. wir bummeln mit den hop-on-hop-off-bussen kreuz und quer durch edinburgh. apropos busse: so viele linienbusse haben wir noch nie im leben gesehen. im sekundentakt fahren die hohen doppelstocker an uns vorbei. wir zählen locket mal 9 stück hintereinander, nur ein einzelner armer radler dazwischen. andreas lernt, bei rot über die strasse zu gehen. sonst steht man bis zur beerdigung da…

wir besichtigen die royal yacht britannia: schräg, diese etiketten- und hierarchiewelt. da muss mann 8 mal am tag die uniform wechseln, und so. wir schauen ausführlich das castle an, das über der stadt thront: beeindruckende gebäude, wechselhafte geschichte, maria stuart hat auf diesem windigen felsen „residiert“. schlendern durch den grassmarket und die strassen der altstadt, mit vielen touri-kilt- und whiskyläden, aber auch interessanten boutiken und cafes.

wer in edinburgh seine klamotten sauberkriegen will, der gehe zur launderette in der 80 monrose terrace, die betreiberin ist sehr nett, inklusive tee, den man kriegt. in der rosestreet finden wir zwei outdoorläden und kaufen für eva eine neue therm-a-restmatte (die alte hat den geist aufgegeben, nach über 10 jahren) und für andreas ein zweites paar schuhe. dazu mückenspray – das braucht man, sowie es warm wird und nicht windet (was wir eigentlich hoffen, oder jetzt doch nicht?). abends haben wir uns in der gourmet-burger-kitchen oder im hardrockcafe mit turmhohen burgern vergnügt. wenn man nicht radfährt, muss man wenigstens ordentlich essen…

2016-05-04-edinburgh-victoriastreet

firth of forth

02.05.16 haddington – longniddry – musselburgh – edinburgh – 38 km

nochmal direkt an die küste vor und am meer lang geradelt – natürlich wieder mit gegenwind –  weite ausblicke über die bucht firth of forth, die schottische küste hoch. dann ein stück am river esk entlang. wir radeln durch vororte und parks. zwischendurch eine bahnüberführung mit fahrradfreundlichen breiten treppen, da ereilt uns ein hagelschauer (die weiteren hagelschauer des tages erwischen uns zum glück beim kaffeetrinken und abendessen 🙂 ). am beeindruckenden vulkanfelsen arthurs seat vorbei (251 m hoch), durch einen langen dunklen tunnel, bis ins zentrum von edinburgh. übrigens, das muss man hier mal wieder sagen: die ganze strecke ist (fast) perfekt ausgeschildert, auch innerstädtisch. wow.  edinburgh ist auf den ersten blick ein imposantes gebäudeensemble und ein menschengewimmel. es sind ja beute noch bank holidays (immer der 1. und letzte montag im mai). mal sehn wie’s morgen aussieht. wir haben uns für die nächsten tage im travelodge einquartiert, da nimmt man die räder mit aufs zimmer.

 

wind wind sause

01.05.16 coldingham – pease bay – skateraw – dunbar – haddington – 50 km

2016-05-01-furtdurchquerung-1heute morgen wald, herrenhäuser und ein grosser windpark, dazu meerblicke und ein recht scharfer seitenwind, der armmuskelkraft fordert. runter in die kleine sandige, ginstergelbe peasebay – und da ist eine furt, alternativ eine brücke mit treppe! andreas opfert sich, zieht die socken aus und die croques an und schiebt die räder barfuss durch den fluss. andreas hat an solchen stellen ja immer den verdacht, dass da der „internationale verein zur verhinderung des fahrradverkehrs“ am werk ist. dunbar ein beschaulicher ort. ab hier drehen wir in den gegenwind, der uns das kilometermachen an der A199 vermiest. eva bekommt jetzt erst den sturz zu spüren: eine schulterprellung, natürlich rechts auf der eh schon lädierten seite. wir biegen ins river tyne tal (wir radeln natürlich oben), weite ausblicke, abgelegenes hailes castle. in haddington machen wir schlapp: plough tavern hotel. eva holt sich den fasan heute mal auf den teller. andeas testet eine weitere biersorte.