schlammschlacht

26.04.16 stockton on tees – castle-eden-walkway – stadion town – south hetton – sunderland – 53 km

erster blick aus dem fenster: dicke schneeflocken…  aprilwetter den ganzen tag: graupelschauer waggerecht im wind, nieselregen, blauer himmel, sonne, schneeregen usw… das aus- und anziehen lassen wir bald und bleiben in voller regenmontur. heute wieder auf einer ehemaligen bahntrasse: lange durch recht triste wohngebiete, dann wiesen, gebüsch, felder und sonst nichts. der weg aber eine „frechheit“,  sagt andreas. auf langen strecken eine schlacht der schlammlöcher, dann wieder der kampf mit dem schotter, am wegrand alles voller müll, einige schiebestrecken. dazu kommen die üblichen wegschranken, durch die man sich winden muss (ihr wisst schon, damit keine autos da fahren…), hier aber in einer besonders tollen version: ein durchgang wie bei der kontrolle im flughafen, nur oben noch besonders verengt… siehe foto (da scheint ausnahmsweise grad mal die sonne). abendbummel in sunderland: alle läden schliessen zwiscehn 5 und 6 pm, die rollläden herunter gelassen, tote hose. der italiener aber serviert leckeres essen, nicht frittierten fisch und vor allem richtigen cappuchino statt plörre. 2016-04-26-radschranke

durchgefroren

25.04.16 kildale – rudby – middlesbrough – stockton on tees – 48 km

wir lassen die north york moors und vielen steigungen hinter uns, kleine strassen, hecken, schafe, pferde… und nette leute zum radlerplausch. aber vor allem sind wir mit wind, graupelschauern, schneeregen und kälte beschäftigt.  durchgefroren gibts nach 35 km am rand von middelsbrough fish & chips. aber das fett wärmt nicht wirklich. durch die stadt und über den river tee – dann geben wir auf. wir haben die wahl:  links campingplatz, rechts premier inn. wir wählen rechts, denn das heisst heisse dusche satt, warmes nachmittags-schläfchen, leckeres steak zum abendessen und morgen english breakfast.

höhenmeter sammeln

24.04.16  robin hood’s bay – whitby – esk dale: ruswarp -aislaby – danby – kildale 54 km

IMG_20160424_164258auf dem cinder rail trail nach whitby, mit regenwolkenverhangenem panoramablick und kaltem gegenwind. das eks-tal entpuppt sich als herausfordernde durchquerung des north york moors,  mit sehr vielen starken steigungen und einigen wahnsinnigen abfahrten. wir haben noch nie so viele achtung-gefälle-schilder mit 16 -20 -25% gesehen – und bewältigt. zwei strecken zusätzlich offroad. aber auch sonst müssen wir oft schieben. es sind insgesamt ca. 850 höhenmeter bergauf und 860 höhenmeter bergab. die landschaft einmalig. an endlosen steinmäuerchen entlang, mit endlosen ausblicken ins weite tal und mitten durch die raue moor-felsen-heidelandschaft. schafe und fasane sagen sich hier gute nacht. dazu kaltblüterpferde, karnickel en masse, und natürlich – running gag – osterglocken! in danby treffen wir endlich mit waltraud und steffen bär aus stuttgart zusammen und wärmen uns bei einer kanne tee im pub auf. viele grüsse an florian & family! wir sind am ende, als wir den kildale camping barn finden: mitten in einer schaffarm, verlottert, aber mit heizung in der barn, irgendwie idyllisch.

nice lazy day

23.04.16 robin hood’s bay

2016-04-22-robin-hoods-bay-panorama2ausschlafen, waschmaschine, bummeln durch alle gässchen im village, spazieren gehen, krebsfleischbrötchen, lachstörtchen und schokotorte…. mittagsschlaf in der warmen hütte, bilder sortieren, kilometer zählen…

offroad und panorama

22.04.2016  hunmanby – scarborough – robin hood’s bay  – 44 km

das waren die heftigsten 44 km, die wir bisher hatten. am morgen eine 16%-abfahrt zum „abkühlen“, dann feste hügelfahren. ab scarborough auf dem scarborough-whitby-railway-path, als besonders familienfreundlich beschrieben. er entpuppt sich aber als äusserst anstrendender offroad-pfad, wenigstens für schwer bepackte reiseradler. wir fahren zwischen 8-12 km/h immer bergauf, es ist lausig kalt. die belohnung: wunderschöne wilde landschaften, jetzt mit den typischen steinmäuerchen und goldgelbem ginster. und dann im letzten teil atemberaubende panoramablicke über die robin-hood-bay. also nur für geduldige zähe radler mit robusten rädern empfehlenswert.

auf dem middlewood-farm-holidaypark in fylingthorpe mieten wir uns eine kleine hütte mit heizung (!). abendspaziergang ins pittoreske robin-hood-bay am meer.

puffins and more

21.04.2016 skipsea – bridlington – bempton cliffs – hunmanby – 56 km

frostkalter morgen, alles weiss, aber sonne. es wird ein bisschen hügeliger. highlight die vogelklippen in bempton. wir sehen grosse gannets (basstölpel) mit gelben hälsen, schwarzweisse guillemot (lumme) ähnlich wie pinguine, viele möven, kormoranähnliche seevögel und natürlich die papageientaucher mit ihren bunten schnäbeln.  darf man keinesfalls verpassen. vor hunmanby der kleine saxedale house farmcamping sehr empfehlenswert, nette leute, kleiner shop dabei. barbara und sue von nebenan bringen uns erstmal eine tasse tee vorbei (pünktlich 5 pm). mashed turnips, reis, gebratene spiegeleier, was für ’ne mischung!

wo die nordseewellen schlagen…

20.04.2016 barton upon humber – kingston upon hull – hornsea – skipsea – 62 km

harte 20 km durch stadt, brennpunktstrassen und industrie. dann der hochgelobte hornsea rail trail, der sich als wurzelhopping-weg entpuppt. wir weichen irgendwann entnervt auf die strasse aus. in hornsea sind wir endlich am meer!! wir können es nicht wirklich geniessen, so durchgehoppelt und k.o. weitere landstrassenkilometer bringen uns nach skipsea, wieder das meer. mill house farmcamping.

weisst du, wieviel schäflein…

20160419_17245819.04.2016 lincoln – middle rasen – north kelsey – howsham – searby – melton ross – barton upon humber – 73 km

nach frühstück inklusive bratkartoffeln und blutwurst starten wir früh, schon vor 9 uhr bei sonnenschein. wir nehmen heute zum ersten mal eine eigene route und meiden die hügelkette und lange offroadstrecke der nscr. es geht sehr gut durch kleine ländliche dörfer, kaum autos, dafür schafe, karnickel und ein paar kühe. in north kelsey ein kleiner laden. daneben sonnige bänkle zum picknicken. in searby geht es auf einen fusspfad über schafweiden, durch verschiedene gatter. durchs dritte gatter gehen die räder nicht durch: abpacken und alles inklusive räder über den zaun heben. und das am ende, weil’s so schön war, gleich nochmal… in einem gartencenter trinken wir leckeren kaffee, dazu brownie, yummie! und dann sind wir schon um 4 uhr in barton upon humber. der camping ist nur eine kleine wiese mit ohne nichts, nur ein kleines chemiklo, aber dafür schafs-familienanschluss. sonne sitzen. faul.

 

windkanal

18.04.2016  chapel hill – lincoln  38 km

38 hart erarbeitete kilometer, immer schön gegen den wind. wir fühlen uns wie im windkanal gestählt. ansonsten radeln wir verkehrsfrei auf dem waterrailway, einer ehemaligen bahnlinie zwischen lincoln und boston, die direkt am river witham entlang führt. wir teilen den vormittag mit vögeln, vom stieglitz bis zu gänsen und schwänen. eine gans zwickt eva in die hose – bloss weil sie ein foto von lincoln machen will.

die räder stellen wir gleich ins hotel, duschen und geniessen dann den nachmittag bummelnd in lincoln. wir gönnen uns eine lange stunde in der kathedrale, bei orgelmusik (jemand übt), das ist sie wirklich wert. die riesig hohen gewölbe. das chorgestühl eine kirche in der kirche. der kreuzgang mit holzgewölbe!. ein kapitelsaal für 50 chorherren, die da bequem im kreis sitzen konnten. das ulmer münster kommt uns dagegen wie eine kleine kapelle vor. ausserdem ist da der berühmte „imp“ im engelschor auf der ostseite: die teufelchen wurden vom wind (!) versehentlich nach lincoln geweht. einer traute sich in die kathedrale. er fing an, den bischof und die chorherren zu quälen und fenster zu zerbrechen. auf das verbot der engel lachte er: wer wollte ihn stoppen? da wurde er augenblicklich zu stein. und muss bis heute auf der grossen säule sitzen. eva hat einen magnet-imp gekauft.

der ganze steile hügel und das quartier um die kathedrale ist sehr interessant, mit römischen resten und vielen mittelalterlichen gebäuden.

mal ein paar kilometer machen

17.04.2016  wisbech – holbeach – boston – chapel hill  85 km

a peaceful quiet sunday. die lerche schwingt sich in die luft, das täublein fliegt aus seiner kluft…. mit einem guten english breakfast im bauch lässt sichs heute mal endlich stetig dahinradeln, ohne aus- und anziehen wegen regen usw. ansonsten gibts einfach nichts besonderes, ausser riesigen osterglockenfeldern, diesmal kommerzielle. flüsschen, gräben, alles topfeben, der wind zum glück nur mässig.