hüttentag

16.06.16 stavern

ausschlafen, pausentag. wir radeln nach stavern rein und erkunden das malerische küstenstädtchen. bummeln durch galerien. besichtigen die festung mit all ihren gebäuden. schauen bei einem holzbootbauer in die werkstatt. spazieren über die felsklippen und schauen über die schären vor der stadt. schlendern durch die kleinen gassen. am hafen fischsuppe und köstliches sandwich.

IMG_20160616_110924
kunstfahrrad in stavern
IMG_20160616_114753
holzboot-werkstatt
IMG_20160616_121036
selfie mit schären

hütte kurz und gut

15.06.16 olavsberget – langangen – helgsroa – stavern – 32 km

heute haben wir versucht, dem wetter ein schnippchen zu schlagen: blieben regungslos im zelt liegen, damit der regen uns nicht bemerkt und aufhört. mittags sind wir dann aufgebrochen, aber beim losradeln fing es natürlich wieder an zu nieseln. haben mindestens zwei berge und mehrere hügel überwunden. lange abfahrten gehabt. aber heute sehr lustlos.

in helgeroa am hafen lasagne vertilgt, mit tee aufgewärmt. dann einkaufen, ein bisschen weiterradeln… und schon liegen wir in der mini-campinghütte und machen mittagschlaf… ätsch, keiner zwingt uns zum weiterfahren!

wegen der kilometer übrigens: wir zählen alle gefahrenen meter, auch die geschobenen, unabhängig von der offiziellen nscr-route. nur die ausflugs-strecken an pausentagen zählen wir nicht. so kommen wir zu unserer „kilometerleistung“.

hügelig macht auch 1000

14.06.16 lovisenberg – valle – stathelle – brevik – olavsbergat – 67 km

hügelig bis bergig war die etappe heute mal wieder. auch viele kleine hügel und kuppen machen eine menge höhenmeter, die in die beine gehen. auch schotter- und ein schiebestück, das es in sich hatte, waren dabei. puhh! eva misst in der app nach: es waren über 1000 höhenmeter.

valle – das ist eine fjordstelle. da ist ein spar-supermarkt. auf der einen seite die strasse und ein paar parkplätze. auf der anderen seite viele viele bootsparkplätze, eine tankstelle (für boote), ein selbstbedienungsrestaurant, toiletten mit dusche und waschmaschine. wir vespern auf einer bank und schauen zu, wie boot um boot einfährt, die leute aussteigen, einkaufen, den benzinkanister füllen lassen, mit einkaufstüten wieder einsteigen und abfahren. ein junges mädchen legt mit einem grossen boot an und holt eine freundin ab. wir überlegen, sie es wohl zugeht, wenn bald richtig saison ist. auf der karte sehen wir, dass vor valle sehr viele schäreninseln im eksefjorden liegen, also massenhaft hütten und sommerhäuser.

2016-06-14-achtung-steil

2016-06-14-brevik-brücke

 

fähre-tag und halb-weg

13.06.16 moen – risoer -oeysang – stabbestad – krageroe – lovisenberg – 39 km

heute ist fähre-wartetag: nach 10 km bis risoer warten wir dort 3 stunden auf die nächste fähre, bummeln durch die gassen mit vielen weissen holzhäusern. widmen uns dem pizzaessen: hier werden riesenpizzen auf tabletts aus korbgeflecht serviert, eine reicht locker für zwei leute. wir treffen auch das münsterländer paar wieder. dann mit der alten holz-fähre für 4 autos und 60 leute nach oeysang. 20 km radeln, schmale wellige küstenstrasse. nochmal eine gute stunde auf die fähre nach krageroe warten, diesmal ist es ist offizielle postfähre mit eigener flagge. wir geniessen die sonne und den blick über den fjord. warten macht faul und schön träge. in krageoe noch ein paar kilometer auf und ab zum abgeschiedenen lovisenberg familiencamping.

ach ja, und übrigens: gestern schon haben wir die 3000 km geknackt, und haben es gar nicht gemerkt… da muss schon wolfgang eine nachricht schicken, dass wir soweit sind. danke, wolfgang! wir haben nicht halbzeit, aber halb-weg!

alles rosig

12.06.16 nidelv – arendal – tvedestrand – moen – 71 km

am vormittag kriegen wir einen regenschauer ab, wir verbringen eine weile unter dem vordach der sparkasse arendal und beobachten, wer so in die kirche geht…. ansonsten blaues bilderbuchwetter. unsere route windet und wellt sich der küste entlang durch die schären, zwischen fjorden, seen und schattigen wäldern. tvedestrand mit weissen holzhäusern liegt sommerlich-mediterran am wasser. wir radeln mit dauer-panoramablick, wie in einem katalog oder werbefilm für norwegenreisen. es ist unglaublich schön. ausserdem ist heute rosentag: rosig die frauen, die wir in tracht(!) zur kirche gehen sehen. viele seerosen auf dem wasser. rosa duftende heckenrosen. an den hütten und häusern blühende spalierrosen. da fallen die paar höhenmeter gar nicht ins gewicht… das paar aus dem münsterland, das uns gestern schon begegnet ist, sehen wir heute dreimal wieder. moen camping ist der luxuriöseste, den wir bishsr hatten: ruhig, mit richtigen badezimmern (man muss sich nicht halb nass balancierend anziehen!), einer schicken küche mit ess- und aufenthaltsraum.

2016-06-12-fjordpanorama

2016-06-12-fjordpanorama3

 

margeriten und lupinen

11.06.16 hamresanden – birkeland – lillesand – grimstad – nidelv – 75 km

wir radeln am fluss tovdalselva nych birkeland. die landschaft verändert sich: alles etwas milder, weniger steil und schroff, viel wald und felder. vor den häusern gibt es jetzt gemüsegärten. erdbeerfelder und himbeerplantagen. die früchte sollen besonders süss werden, da sie so lange sonne bekommen: bis 11 uhr abends. am waldrand maiglöckchen. orgien von lupinen und margeriten. nach lillesand ist ein neuer breiter beleuchteter radweg im bau, teilweise schon fertig. wow. lillesand ist ein beschauliches wunderhübsches städtchen. irgendein ein fest wird gefeiert, mit blasmusik, tombola und waffeln. im hafen laufen ständig neue boote ein, kleine grosse, alles ist dabei. auf der strasse wummern motorräder vorbei, lauter „richtige“, goldwings und harleys, mit anhänger,drunter machen es die norweger nicht.  wir radeln auf der 420 weiter nach grimstad und lassen den alten postweg (schotterpiste) links liegen. das meer blaut, blauer geht es nicht. der nidelv camping am nidelva-fluss ist in wochenendstimmung, es gibt disco… wir haben pilzragout und honigmelone. lecker.

alles normal: sonne, wolken, meer

10.06.16  mandal – soegne – kristiansand – hamre – 75 km

ein tag ohne besondere vorkommnisse. immer weiter die schären mit buchten, hütten, bootshäusern. das wasser glitzert in der sonne wunderschön. die strassen heute in dauer-welligem leichtem auf und ab. in soegne verlassen wir die offizielle route, umgehen die alte poststrasse, und nehmen die 456 an der küste entlang. das bewährt sich, nach kristiansand rein sind es gut beschilderte radwege. die schären werden immer äpittoresker, niedlicher.

kristiansand – als erstes kriegen wir ein paar regentropfen ab – ist eine der grösseren norwegischen städte, im schachbrettstil erbaut. wir bummeln die fussgängerzone entlang, trinken kaffee, schauen uns die fiskebrygga an und kaufen ein wenig frischen lachs (zu andreas‘ leidwesen). gucken bei der christiansholm festung vorbei und radeln dann wieder gut geführt aus der stadt hinaus bis zum hamre familiecamping.

übrigens, was uns schon gestern in mandal aufgefallen ist, heute wieder in kristiansand: hier sind so viele mütter mit kleinkindern unterwegs, wie wir schon lange nicht gesehen haben. die norweger kommen uns alle so jung vor… ahh, wir lesen grade in wikipedia: norwegen hat eine der höchsten geburtsraten europas. es hat damit zu tun, dass das system für die kinderbetreuung sehr gut ist und beide eltern ohne schwierigkeiten arbeiten können. heute haben wir haufenweise schulklassen auf ausflügen gesehen. die sommerferien fangen hier am 24.06. an.

2016-06-10 19.57.09

IMG_20160610_150135-1

 

tour de norge – pausentag

09.06.16 mandal – nur fusskilometer

nach den heftigen bergtagen gibt es einen pausentag für die müden muskeln und streicheleinheiten für das ego. ausschlafen. bisschen handwäsche. bummeln, einkaufen. pizza, eis und kaffee. ein aufstieg auf den urainenborg, den innenstadt-hausberg mit aussicht. eva lässt sich beim friseur stylen (red and very short). abends echt norwegische fiskekaker (kleine küchle, nicht soo weltberühmt) und salzkartoffel, nachher gibts noch obstsalat, lecker!

schaffa, schaffa, pedale treta…

08.06.16  lunde – farsund – lyngdal – spangereid – vigeland – mandal – 69 km – 1100 höhenmeter

wieder ein sonnentag. wir kommen spät los, kaufen in farsund erst mal ein, suchen einen bankomat, der nicht out of order ist – bis wir richtig losradeln, ist es 11.30 uhr. auf der 43 brausen wir los, es geht erst mal hoch…. in kolevoll umgehen wir die schlechte und bergige schiebestrecke – tipp für alle norwegenradler: auf der 43 weiterfahren und die tunnel auf der alten landstrasse direkt am lyngdalsfjorden umgehen, sehr flott, keine nennenswerten steigungen. die steigungen kommen dann aber auf der 401 nach vigeland, nicht zu knapp, teilweise sehr steil und anstrengend. schön wie immer, aber wir waren irgendwie sehr mit der strasse, uns selber und unseren oberschenkeln beschäftigt.

„die norweger“ übrigens bauen, kaufen, mieten ein haus nur mit dazugehörigem bootshaus oder bootsgarage. es gibt immer mehr davon, ganze bootsparkhäuser sozusagen. wir kommen an einem neubauviertel mit langen bootsanlegerreihen vorbei, die verkaufswerbung entsprechend.

das letzte stück nach vigeland fahren wir auf der E39 und umgehen wieder die übel steile schiebestrecke, die rolf und fritz, unsere beiden schweitzer so gequält hat. danke für eure tipps! ziemlich ausgepowert kommen wir in mandal im sjoesanden feriesenter an. hier kriegen wir ein stromkabel geliehen, so dass wir ohne ende laden können. nudeln bolognese und jordbear med floete….

ach, und übrigens: heute vor 2 monaten sind wir gestartet!

2016-06-08-buchtblick

höhenmeter, wald und bronzezeit

07.06.16  svindland – kvinesdal  –  listeid – vanse  – lunde – 73 km – 1523 höhenmeter (1784 höhenmeter gestern)

die höhenmeter lassen nur ein klein wenig nach, dafür haben wir heute etliche kilometer unbefestigte strasse: lässt sich ganz gut fahren, aber sehr langsam. dafür bekommen wir wieder sehr viel natur. schattige kühle mischwälder. man hört nur das gluckern der kleinen bäche neben der strasse, die vögel und unser bergauf-lokomotive-schnaufen. grossartige blicke auf schwarzblaue und türkisgrüne fjorde und seen. die berge sind nun ganz bewaldet. wir schauen auf eine eisenhütte hinunter, die rotglühende schlacke läuft vor der halle aus.

zwischendurch haben wir hänger, aber wir geben nicht nach. auch der übel schmeckende energy-riegel wird jetzt gegessen.  dann werden die felsen wieder schroff. auf einmal der blick auf das offene meer und die küstenlinie.

ein kleiner spaziergang bringt uns zu den bronzezeitlichen felsmalereien in pennefeltet: man sieht langboote und kleine runde punkte oder schalen. ab hier ist es wieder flach, äcker und die lerchen sind da – und wir düsen zum lomesande familjecamping (den letzten unbefestigten abschnitt lassen wir aus).

bilder von heute und gestern:

IMG_20160607_150826-1
schiffe aus der bronzezeit

IMG_20160607_131641-1

 

IMG_20160606_101038-1

IMG_20160606_102634-1

IMG_20160606_093223-1
alte fischerhütten in helleren