jede menge radler

16.04.16 sandringham – king’s lynn – wisbech – 51 km

den ganzen vormittag im regen mit gefühltem eiswind gefahren. in king’s lynn heisser tee, frisch gekochte suppe und pizza – da hört es sogar mit regnen auf! nur der kalte wind lässt uns nicht im stich.

stellt euch vor: da sind fast keine fasane mehr, auch die kleinen hecken rechts und links der strasse fehlen. aber dafür kommen uns jede menge radler entgegen: radler in wintermontur, radler in kurzen hosen und radler im affenkostüm, ausserdem jede menge radlerinnen. da gibt es heute irgendwo ein volksradeln oder so…. reiseradler haben wir noch keinen einzigen getroffen. wir sind wohl die ersten dieses jahr.

in wisbech ins b&b-hotel, denn die temperaturen werden heute nacht auf 2 grad runtergehen. die wirtin spricht von frost… also richten wir uns warm und gemütlich ein. es soll morgen wenigstens nicht regnen.

 

sandringham

15.04.16 sandringham

life isn’t about waiting for the storm to pass, it’s about learning to dance in the rain. – spruch des tages

wir bleiben lieber im schlafsack liegen, waschen nebenbei die klamotten, verschlafen das mittagessen. am nachmittag, in den drei halbwegs regenfreien stunden sind wir bei der queen zu besuch, sie ist aber leider nur weihnachten da.

jetzt haben wir ein fürstliches gemüse-hühnchen-couscous gegessen. es regnet.

 

trainingstag

14.04.16 fakenham – wells next the sea – ringstead – sandringham  62 km

das war heute ein hügel-trainingstag. wir haben die ersten höhenmeter gesammelt: kurze hügel rauf, lange hügel runter, lange hügel rauf, kurze hügel runter usw. usw. wir werden langsam schon ein kleines bisschen besser und machen nicht ständig schlapp, finden wir. ansonsten immer noch viel mehr fasane als autos. und wiesen voller schafe mit kleinen lämmern, so süss! ausserdem sind wir durch die heilige pforte gegangen, in walsingham slipper chapel, da wird das ablassjahr gross inszeniert. der ganze schöne alte ort ist voller devotionalienshops. und wir haben das meer gesehen! zwar nur von weitem, aber das erste mal seit harwich.

ein wort zu den fahrtbedingungen: es ist arschkalt. wir schlafen in voller montur, thermohose und fliesjacke über der skiwäsche, winterbuff auf dem kopf. beim radeln hält die neue thermo-rad-trägerhose warm, das ist klasse. aber wehe, frau muss mal… shirt ausziehen, hose klebt am körper und frau kriegt sie nicht mehr hoch….

schöner camping in sandringham, the norfolk retreat of her majesty the queen. sehr nette leute. zum abend unsere ersten fetttriefenden fish and chips, der wagen ist heute auf dem platz. haben wir uns verdient.

schweine, schafe und eisenbahn

13.04.16 norwich – reepham – fakenham – 51 km

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marriot’s way

nach einer wunderbaren b&b-night mit poached eggs für eva und scrambled eggs für andreas zum frühstück, besorgen wir uns in norwich erst mal superwarme merinosocken. dann gehts auf den marriot’s way: eine ehemalige bahnstrecke. wunderschön ruhig, aber nach dem vielen regen sehr matschig. und mit unseren schweren rädern eine echte herausforderung für die armmuskeln und konzentration. ansonsten wie gehabt osterglocken, fasane, tauben, karnickel, dachsbauten, hecken, kleine dörfer, landsitz-idylle…  wir kommen an zwei riesigen feldern mit lauter kleinen runden wellblechhüttchen vorbei. erst in der nähe sehen wir, dass hier freiland-schweinezucht betrieben wird. diese tiere haben wirklich viiel auslauf!  in fakenham machen wir schon um halb 4 schluss, trocknen das klatschnasse zelt und equipment, sitzen in der abendsonne und wärmen uns.

kreisverkehr

12.04.16  wardley hill – loddon – norwich – 45 km

eiswindregen im rücken oder von der seite treibt uns richtung norwich. die musklen arbeiten nicht. einmal fehlt ein schild, prompt fahren wir irgednwie im kreis, das kostet uns glatt 8 km mit offroad-strecke und steigungen. wir radlen quasi durch bis norwich. wir essen einen leckeren hamburger und falafel, dann gehts uns schon besser. die kathedrale ist gigantisch: so lang, man kann es nicht überschauen. unendlich scheinen die pfeiler in die höhe zu streben. im kreuzgang ein labyrinth. das viertel drumrum mit alten natursteinhäusern. wow.

wir nehmen ein b&b für 90 £. als wir ankommen, sind wir upgraded und kriegen das familienzimmer andeas liegt erstmal in die badewanne, eva duscht eine halbe ewigkeit. unsere radsachen können trocknen. jetzt gehen wir noch bummeln, dann sehn wir weiter… wir freuen uns schon aufs english breakfast morgen früh.  irgendwie wird das essen so wichtig beim radeln…

hecken, osterglocken, alte eichen

11.04.16 campsey ash – peasenhall – halesworth – beccles – wardley hill – 65 km

heute sonne und kalter wind. wir haben die wahl zwischen „kalt und trocken“ oder „warm und nassgeschwitzt“…  alle hauszufahren, vorgärten und strassenränder sind mit osterglocken und wilden primeln überschwemmt. die vögel konzertieren lautstark. in peasenhall vespern wir auf einer bank. gleich um die ecke unerwartet ein feinkostgeschäft: vollkornbrot, salami, weichkäse, gemüse-tapenade. wir radeln meist auf schmalen singletracks. überall niedrige hecken, hinter denen „footpath“, kleine trampelpfade, die felder entlang führen, für all die leute in gummistiefeln mit ihren hunden. halesworth mit beschaulicher einkaufsstrasse. wir erstehen in kleinen geschäften ein abendessen. beccles streifen wir , überqueren den river waveney – und schon sind wir in norwich… den öko-camping mit kompostklo auf dem wardley hill teilen wir mit fasanen und karnickeln, sonst niemand. das wasser geht  nicht – auf anruf kommen 4 (!) leute, um es in gang zu setzen. joe bringt dazu noch cola und einen wasserkanister. abendessen mit coucous, fenchel, pilzen, zucchini, zum nachtisch haferflockenkuchen und heisse schokolade. pünktlich um 8 uhr in der ferne anglikanisches abendläuten und ein wenig regen.

sonne über suffolk

10.04.16  ipswich – woodbridge – ufford – campsey ash – 42 km

am morgen reif auf der wiese, auch das zelt steif vom reif. aber die sonne kommt raus, der himmel ist blau. wir kommen spät los. es regnet den ganzen tag nicht, ist aber ziemlich kalt.  wir sind geschädigt von den 76 km gestern, radeln mühsam. vespern auf einem bänkchen. woodbridge ist ein pittoreskes altes städtchen, radeln 2 x durch. kleine singletracks an schönen farmen und landhäusern vorbei. brick kiln farm camping kommt uns gerade recht: niemand da, anleitung zum selber einchecken, wohnzimmer mit allem. wir kochen tee zum aufwärmen. die dame sagt, die tür ist nur offen, weil sie gestern alles aufgemacht und geputzt haben. wir sind die ersten gäste dieses jahr – was für ein glück, nudeln am tisch, windstill!

englischer landregen

08.04.16 zug und fähre nach harwich.

09.04.16 harwich – colchester – ipswich -76 km.

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zur abfahrt gestern waren 12 leute am bahnhof, mit tüchern zum winken und abschiedslied – vielen dank euch für das schöne ade! die fahrt war lange und anstengend, obwohl alles gut geklappt hat.  4 x umsteigen ohne probleme. gut dass genug puffer war, um alle anschlüsse eine stunde nach hinten zu schieben. nette leute und gespräche, vor allem mit einer jungen frau, deren vater passionierter radler ist. die fähre riesig, perfekt organisiert, bis zum wecken mit bobby mcferrin. wir haben sogar ganz gut geschlafen, alles ruhig.

heute ein englischer auftakt: echter dauernder landregen. kalt. die kleine hafenfähre fährt, wenn überhaupt erst um 11, also nehmen wir die hauptroute im landesinneren. es ist noch alles verrammelt um 7 uhr morgens. wir radeln ohne frühstück los. kleine dörfer, gartenparks, felder, fasane am strassenrand. nach etwa 15 km eine kirche: da steht ein wasserkocher auf der bank, teebeutel, tassen und die einladung, sich was zu kochen. unser erstes frühstück in eines kirche neben der orgel: all saints church in great oakley….

wir sind mit linksfahren beschäftigt: in welche richtung muss ich gucken? wie in den kreisverkehr fahren? aber alles ist sehr gut ausgeschildert. in colchester ist samstäglich viel los. wir wärmen uns bei omelette und ham mit spiegelei ein wenig auf. dann hört es tatsächlich für eine weile auf zu regnen. pferde, schafweide, noch mehr fasane, landidylle. aber wir sind schlapp. mit müh und not schaffen wir es zum campingplatz vor ipswich. heisse duache hilft ein wenig. zelt. einmummeln. es ist kalt.

 

 

 

Startklar

gerade eben haben wir die räder beladen, alles passt, das gelockerte ventil bei eva hat einmal kompletten pump-service erfordert – danke, andreas!

zuhause ist  alles gepackt, die umzugskartons für oktober stapeln sich… gefrier- und kühlschrank sind leer… jetzt gehn wir nochmal ins in woma ein leckeres steak essen.

morgen kommt erst mal die anstrengende zugfahrt mit 4 x umsteigen und die fähre nach harwich.

mit dem segen von stephan (schaut in den kommentar von ihm rein!) werden wir beflügelt radeln – danke!

Probepacken- o weh!

Gestern haben wir probegepackt – ich weiss gar nicht wie man 10 satteltaschen so schnell vollkriegen kann… dabei haben wir nix unnötiges dabei…. aber da ist die warme radhose, medikamente für 3 monate (das ist bei einer allegikerin wie mir keine kleinigkeit), pulli extra für nordeuropa, usw… dazu das tablet, ebooks, powerpack und kabelgeraffel…. auf schwäbisch: „goht’s no?“

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